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  • formation

    Seminare

    Jeder Seminarteilnehmer erhält die Möglichkeit, seine ganz individuelle Konstellation "aufzustellen", indem er aus dem Kreis der Gruppenmitglieder Stellvertreter wählt, die für die Schlüsselpersonen seines Lebens stehen.

  • familien

    Familienaufstellung

    So individuell wir Menschen auch sein mögen, eines haben wir alle gemeinsam: Wir werden, wenn wir in die Welt kommen, in eine Familie hineingeboren.

  • coaching

    Supervision

    Supervisionstage in System die als Berater in unterschiedlichen Berufsfeldern tätig sind, und Fälle bzw. Fragestellungen aus ihrer Berufs

Familienstellen

Familienstellen oder Familienaufstellung ist eine Methode aus dem Kreis der Systemischen Kurzzeittherapien.
Vielerlei Erkenntnisse,  Erfahrungen, Wissen und die Philosophie bedeutender Menschen fließen in die von Bert Hellinger entwickelte Methode ein. So zum Beispiel von Freud, Moreno, Husserl, Buber,  Bateson,  Böszörmeny – Nagy, Satir,  M.H. Erikson, Janov, Gendlin, Schönfelder. (Dies kann natürlich keine umfassende Auflistung aller Namen und Richtungen sein, sondern nur ein kleiner Überblick. Bitte beachten Sie dazu auch unsere Literaturempfehlung). Familienstellen hat vielerlei Formen, ist weiter gewachsen und wird heute von Psychotherapeuten, Pädagogen, Organisations- und Unternehmensberatern angewandt und die Erfahrungen fließen wieder in den laufenden Prozess der Entwicklung.
So individuell wir Menschen auch sein mögen, eines haben wir alle gemeinsam: Wir werden, wenn wir in die Welt kommen, in eine Familie hineingeboren.  Eine Familie,  deren Mitglieder Beziehungen und Bindungen zueinander haben, die uns teilweise bewusst und teilweise verborgen sind und die sich uns doch auf verschiedenen Kommunikationsebenen mitteilen.  Wir lernen und fühlen und leben unsere Beziehung in der Familie mit all deren Freuden und Leiden in diesem Beziehungsnetz. Während wir uns innerhalb dieses ursprünglichen Beziehungsnetzes bewegen, erscheint unser Verhalten passend, doch zu späteren Zeiten und in anderen Beziehungen in anderem Kontext  ist manchmal die psychische Verfassung und das daraus resultierende Verhalten nicht  oder nicht mehr verstehbar und scheint nicht mehr zu passen. Es ergeben sich daraus Probleme mit Partnern, vielleicht mit den Kindern, mit Kollegen eben mit der Umwelt, in der wir uns bewegen.
Beim Familienstellen werden in der Gruppe Personen aus diesem frühen Beziehungsnetz  vertreten durch Teilnehmer der Gruppe im Raum in Beziehung zueinander gestellt. Schon aus diesem „In -Beziehung- zueinander- Stehen“ wird  oft sichtbar, wo eine Störung liegt. Dann folgt ein Prozess des Aufrollens und Aufarbeitens bis hin zu der Ursache der Störung. Zum einen wird so, was bis jetzt im Inneren verborgen war, einmal im äußeren Raum sichtbar, einsehbar und verstehbar. Zum anderen kann der Mensch, der so seine Problematik bildlich wahrnehmen kann mit Hilfe des Therapeuten zum Ursprung des Probleme verursachenden Geschehens zurückkehren, dieses noch einmal anschauen,  betrauern, oder er kann begreifen, dass er hier etwas loslassen muss, das er lange mit sich getragen hat, oder Frieden machen kann mit sich, mit Personen aus dem alten Beziehungsgeflecht, weil er begreift, dass er mit innerem Unfrieden und Kampf sich selbst schadet. Wenn er zu einer guten Lösung gekommen ist spürt er dies in seinem inneren Gefühl und es ist äußerlich für alle sichtbar.
Familienstellen soll und kann nicht eine Langzeittherapie, wo diese notwendig ist, ersetzen. Wohl aber kann es als Baustein in der laufenden Therapie auf Empfehlung oder Rücksprache mit dem behandelnden Psychotherapeuten eingebaut werden.
Bei Krankheiten kann eine Aufstellung ein wichtiger Aspekt beim Erkennen einer der möglichen Ursachen der Entstehung der Krankheit  und damit ein Schritt auf dem Weg der Heilung sein.
Und bei Lösung von Problemen, die wir in Beziehungen haben, ist das Familienstellen, dafür gibt es seit langer Zeit viele Erfahrungen, eine sehr hilfreiche Möglichkeit.